Annehmen von dem, was sich zeigt und von dem was gerade da ist, kann ungeahnte Kräfte und ein verborgenes Potenzial entfachen.
Oft versuchen wir im Alltag Unangenehmes und Unbequemes wegzudenken oder zu verdrängen. Doch die Gefühle sind da. Die Körperempfindungen sind da. Der Körper spricht zu uns und wir hören nicht hin. Wird dies über längere Zeit praktiziert, führt es zu einer zunehmenden Abstumpfung.
Die gute Nachricht ist, dass es jederzeit möglich ist, wieder wahrzunehmen – genau jetzt, in diesem Augenblick!
Was ist hier? Was zeigt sich gerade? Wie fühlt sich mein Körper an. Was habe ich für wiederkehrende Gedanken?
Sehr oft verbirgt sich unter einem dicken Schutzmantel ein feines Gefühl – vielleicht Trauer, vielleicht Verletzlichkeit? Diesen Gefühlen Raum zu geben, ihnen Ausdruck zu verleihen und sie willkommen zu heissen, kann eine grosser Ressource sein und uns resilienter machen (Wiederstandsfähiger).
Was auch immer sich zeigt - Nicht festhalten! Nicht wegschieben, einfach wahrnehmen.
Oft verändert sich etwas von ganz alleine, wenn wir aufhören, dagegen anzukämpfen. Nicht weil wir etwas machen, sondern weil wir bereit sind, bedingungslos hinzuschauen und hinzuhören.
Annehmen, was da ist, denn es ist ohnehin schon da! Innehalten, atmen, wahrnehmen.
Zulassen, annehmen, seinlassen!
Oder wie es das schweizer Mantra (Urheber unbekannt) sagt:
"Cho la – si la – ga la ..."
In dem Sinne wünsche ich Dir, wünsche ich Ihnen einen schönen und achtsamen Tag im Hier und Jetzt und in Deinem/Ihrem vollen Potential.

Bildquelle: Anette Andrea, Felsentor Vitznau
