Hotel Chasa Chalavaina, Müstair
Öffnungszeiten
Jetzt geöffnet, Schließt in 5 Stunden
| Samstag | 08:00 - 22:00 |
| Sonntag | 08:00 - 22:00 |
| Montag | 08:00 - 22:00 |
| Dienstag | 08:00 - 22:00 |
| Mittwoch | 08:00 - 22:00 |
| Donnerstag | 08:00 - 22:00 |
| Freitag | 08:00 - 22:00 |
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Beschreibung
Besondere Auszeichnung 2007 Hotel Chasa Chalavaina, Müstair
Ausgezeichnet „für die persönliche Art, wie die Familie Fasser seit bald 50 Jahren dieses seltene Baudenkmal als zeitgemässes, einzigartiges Hotel betreibt“
Ein paar Schritte vom Dorfplatz zur Chasa Chalavaina gegangen, über die rund geschliffenen Steine, unter das Vordach des Hauses getreten, nun bedächtig die Freitreppe hinauf gestiegen, dabei mit der rechten Hand über die 700 Jahre alten mürs da granit gestrichen, ihre Unebenheit empfunden, nach zehn Stufen dann der gotische Torbogen, aus verschiedenfarbigen Tuifsteinbrocken gehauen, darauf durch den Bogen geschritten, mit der linken Hand die alte Holztüre mit dem Wappen der Edlen von Hermanin berührt, auf die Laube getreten-und die innere Uhr zeigt eine andere Zeit. Die Zeit, die aus jedem Mauerwinkel, aus jedem Stück Holz des Calven-Hauses strahlt. Die Autos auf der Strasse sind unwirklich, sind futuristische Fremdkörper aus einem zukünftigen Jahrhundert. Die Szenerie hier und jetzt auf der Laube gehört in ein anderes Zeitalter.
Die Zeit ist nicht stehengeblieben, weder draussen noch im Calven-Haus. Das Gebäude hat sich im Laufe der Zeit verändert, gehäutet, Metamorphosen durchgemacht, und am Ende des 20. Jahrhunderts präsentiert es sich nun als Bau mit Tradition, der die heutige Zeit nicht verleugnet. Die Familie Fasser hat den — untauglichen — Versuch nicht unternommen, die Chasa Chalavaina in ein Museum zu verwandeln und die Gegenwart als scheinbar reale Vergangenheit darzustellen. Mit seiner über tausendjährigen Geschichte bedarf das Haus auch keiner aufgesetzten Reminiszenz an früher: Die Mauern und Balken haben die Lebenszeichen zahlloser Generationen aufgenommen, sie sind voll davon. Nun strahlen sie aus, was sie gespeichert haben, wie der Kachelofen die Wärme des verbrannten Holzes.
Unsichtbar, aber spürbar.
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