Zweite Matinée des Schweizerischen Fahrlehrerverbandes zur Lenkerausbildung

12 November 2010

Junge Lenker von Motorfahrzeugen liefern oft negative Schlagzeilen. Eine gute Verkehrserziehung und Fahrerausbildung helfen, das Unfallrisiko zu senken. An der Fachtagung des Schweizerischen Fahrlehrerverbandes (SVF) am Donnerstag in Biel dankte Gastreferent Bundesrat Moritz Leuenberger den Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern für ihren bedeutenden Beitrag zur Verkehrssicherheit.


 

In seiner, wie er sagte, zweitletzten Rede als amtierender Bundesrat und seiner ersten vor dem Fahrlehrerverband zeigte sich Leuenberger von seiner launigen Seite. Im Strassenverkehr, so stellte er fest, spiegelten sich exemplarisch die gesellschaftlichen Entwicklungen, was er – gespickt mit ironischen Seitenhieben – an einigen Beispielen aufzeigte. Mit Bezug auf die am Vortag veröffentlichte Botschaft zum Massnahmenpaket «Via sicura» übte er Kritik am eigenartigen Verhalten von Öffentlichkeit und Politik: Ereigne sich ein spektakulärer Raserunfall oder verunglücke ein Senior, riefen alle nach härteren Strafen und schärferen Kontrollen. Würden dann solche Massnahmen vorgeschlagen, sei alles wieder vergessen und es formiere sich Widerstand gegen neue Lösungen. Zum Schluss relativierte der abtretende Bundesrat den Wunsch nach absoluter Sicherheit mit einem philosophischen Gedanken: Totale Sicherheit und eine freiheitliche Gesellschaft vertrügen sich schlecht, denn «wer das ‹Böse› ausrotten will, rottet auch die Freiheit aus.»

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