Mit dem neuen Papier Z-Evolution demonstriert die Ziegler Papier AG ihre Marktführerschaft im Inkjetbereich. Ein bislang weltweit einzigartiges Herstellver-fahren macht Z-Evolution äusserst attraktiv für Mailings oder den Bücherdruck.
Die Ziegler Papier AG gehört mit einer Produktionskapazität von rund 70‘000 Jahrestonnen nicht zu den grössten Papierherstellern. Das war und ist auch nicht ihr Ziel. Vielmehr konzentriert sich der Grellinger Papierhersteller darauf, mit hochwertigen Papieren in Nischenmärkten aktiv zu sein. Das schafft Ziegler Papier seit Jahren mit beachtlichem Erfolg. Eine solche Nische sind eigens für die Anforderungen im Hochleistungs-Inkjetdruck entwickelte Papiere. Dazu gehören beispielsweise die bereits vor einigen Jahren eingeführten Z-Plot 450 oder Z-Plot 650, die speziell für Inkjetplotter, Transaktions- oder Transpromo-Anwendungen entwickelt wurden. Mit solchen Produkten hat sich Ziegler schon früh im Inkjet-Markt etablieren können und darf sich in diesem Segment heute durchaus als Global Player bezeichnen. Die Liste der Geschäftspartner liest sich wie ein Who is who der Inkjet- Branche. Infoprint Solutions Company, Océ oder Kodak, um nur drei von ihnen zu nennen. Mit Kodak pflegt Ziegler seit Jahren eine enge Partnerschaft. Kodak war es auch, die Z-Plot 650 zum Golden Standard erhoben so das Papier zu einem Benchmark für die ganze Papierbranche machte.
Die Innovation heisst Z-Evolution
Das neue Inkjet-Rollenpapier als Weiterentwicklung des Z-Plot 650 wird seinem Namen Z-Evolution absolut gerecht. Dazu die Leiterin Susanne Oste, Head of Product Management & Technologie: Z-Evolution ist eine logische Weiterentwicklung unserer Kernkompetenz. Und eine Weltneuheit. Z-Evolution ist ein hochinnovatives Produkt, das erstmals inline auf einer Papiermaschine hergestellt werden kann. Bis dato konnten vergleichbare Papier nur offline gestrichen werden. Bis anhin war es aufgrund der Pigmentgrösse nicht möglich, den Strich inline über die Filmpresse in der Papiermaschine auf das Papier aufzutragen. Und die meisten Pigmenthersteller waren in der Vergangenheit nicht willens, ihre Rohstoffe diesbezüglich weiterzuentwickeln. Ein amerikanischer Pigmenthersteller hat nun geschafft, worauf Ziegler lange gewartet hat; ein kleineres Pigment, das erstmals inline via Filmpresse appliziert werden kann. Hierin liegt dann auch die eigentliche Evolution, die sich auch auf den preis auswirkt. Bisher gab es einen grossen Preis-Gap zwischen teuren offline-gestrichenen Papieren (ca. 3000 Franken/Tonne) und leicht pigmentierten Papieren (ca. 1500 Franken/Tonne) wie dem Z-Plot 650. Wie viel Z-Evolution kostet, darüber schweigt man sich in Grellingen noch weitgehend aus.
Besser, schneller, Z-Evolution
Die Filmpresse ist ein einfaches Zwei-Walzen-System nach der Trockenpartie, das den Strich mittels Sprühsystem und Rakel gleichzeitig beidseitig auf das Papier aufträgt. Die Beschichtung deckt die Papierfasern komplett ab, die Tinte kann nicht ins Papier eindringen. Dies hat zur Folge, dass mit einem geringeren Tintenverbrauch eine höhere Opazität und eine verbesserte Farbintensität erreicht wird. Und doch ist die Beschichtung porös genug, dass die Tinte schnell wegschlägt und so die Trocknungszeiten drastisch verkürzt werden können.
Gleichzeitig kann das Lösungsmittel ins Papier eindringen, die Farbe wird ausgefällt und das Papier kann direkt weiterverarbeitet werden.
Das Streichfarbenkonzept für Inkjet-Anwendungen, also die Mischung aus Pigmenten, Bindemitteln und Polymeren, unterscheidet sich von jenem für Offsetdruckpapiere. Damit die Bindemittel in das Inkjet-Papier eindringen können, ist eine grössere Porigkeit nötig. Mit den neuen Pigmenten nähert man sich dem Offsetdruck aber wieder an. Deshalb kann Z-Evolution grundsätzlich auch im Offsetverfahren eingesetzt werden, was mit Blick auf Hybridanwendungen neue Möglichkeiten eröffnet. Bei der Entwicklung des Z-Evolution hat man sich auf die Drop-on-demand-Inkjettechnologie konzentriert. Susanne Oste erklärt, weshalb: Im Continous-Inkjet sind die Tropfen mit 42 Piccolitern deutlich grösser. Es muss viel Lösungsmittel eingesetzt werden, die Anforderungen an das Papier sind andere. Mit einer Tröpfchengrösse von 4 bis 12 Piccolitern im Drop-on-Demand- oder in Kodaks Stream-Verfahren können andere Papiere entwickelt werden. Kommt hinzu, dass momentan überdurchschnittlich viele Drop-on-demand-Anlagen in Betrieb genommen werden. Während das Z-Plot 650 vor allem im Transpromo-Bereich eingesetzt wird, eignet sich das neue Z-Evolution ideal für Mailings oder den Bücherdruck. Besonders in diesen Bereichen sind höhere Farbdichten und Auflösungen, sprich ein fotorealistischer Bilderdruck gefordert. Zudem sind in diesen Segmenten auch die Ansprüche bezüglich Drucktempi und Weiterverarbeitung deutlich höher. Hier kann das konkurrenzlose Z-Evolution seine Stärken voll ausspielen.
Ziegler an der Ipex 2010
Ziegler Papier wird Z-Evolution an der Ipex 2010 in Birmingham (Halle 12, Stand C118) offiziell lancieren. Das neue Inkjetpapier wird zudem bei zahlreichen namhaften Anbietern von Inkjet-Lösungen im Einsatz sein. Nach der Lancierung von Z-Evolution bei den OEM Partnern im Februar wurden bereits 200 Tonnen produziert. Ende Jahr werden es 1000 Tonnen sein. Gerechnet hat man mit ungefähr 500 Tonnen. Eine neue Erfolgsgeschichte beginnt.